New Wave Business Mags

Business Punks sind im Blattkritik Salon zu Gast, wenn es um die Zukunft der Wirtschaftsmedien geht. Unter den Projekten viel Print, aber auch eine reine Online-Plattform

Sehen Sie hier einige Impressionen des Abends

Ruth Fend, Chefredakteurin von Business Punk, ist in freudiger Erwartung auf den Blattkritik Salon

Marc Winkelmann, Chefredakteur von Enorm, hat ein Lächeln auf den Lippen

Corinna Visser, Chefredakteurin von Berlin Valley, hat den Kuli in der Hand

„Online kannibalisiert uns nicht, im Gegenteil.”, sagt Chefredakteur von t3n Jan Christe – hier im Gespräch mit Michael Kunz, Chefredakteur von Everbill


Business Punks sind im Blattkritik Salon zu Gast, wenn es um die Zukunft der Wirtschaftsmedien geht. Unter den Projekten viel Print, aber auch eine reine Online-Plattform. Bei der Moderation half erstmals Bernd Ziesemer, der fru?here Handelsblatt-Chefredakteur und „Chefredakteur des Jahres 2009”

Beim 6. Blattkritik Salon wurde unter dem Label „New Wave Business Mags” u?ber „Start-ups und digitale Transformation – Wirtschaftsmedien erfinden sich neu” diskutiert.
Eingeladen waren vier Printtitel und ein Onlinemagazin. t3n ist vor zehn Jahren als Magazin fu?r IT-Nerds gestartet, Berlin Valley ging aus einem Blog hervor. Enorm begann als echtes Start-up-Indiemagazin, und mit dem G+J-Medium Business Punk war der einzige Großverlags-Titel zu Gast. Everbill geho?rt zu einem o?sterreichischen Portal fu?r Unternehmens-Software und war damit das einzige echte Content-Marketing-Medium des Abends.

So hoch der Druck durch das Internet auch sein mag, die Anzahl der Titel im Wirtschaftssegement ist gestiegen – und die Konzepte sind recht deutlich voneinander abgegrenzt, wie sich im Salon auch klar zeigte. Liegt der Erfolg der Publikationen in der zumeist sehr eindeutig zu definierenden Zielgruppe? Berlin Valley etwa ist ein Szenemagazin der Start-up-Community und funktioniert nach dem alten Spruch, wer in ein Magazin hineinschaue, solle auch herausschauen. Die Existenz von Print steht in diesem Segment so gut wie nicht zur Diskussion. Nutzwert und Nachvollziehbarkeit fu?r den Leser genießen einen hohen Stellenwert.

Auch die jungen Titel setzen auf klassische journalistische Formate, selbst Business Punk zeigt die typischen G+J- Tugenden wie gut gefu?hrte Interviews oder aufwendige Reportagen. Souvera?n werden analoge und digitale Kana?le bespielt und gegenseitige Befeuerungseffekte genutzt. Print und Online ziehen an einem Strang, was sonst. Online-Mehr- werte und Social Media sind essenziell und gehen nicht auf Kosten der Printau age. „Ob wir uns mit Onlineauftritt und Newsletter selbst kannibalisieren? Die Zahlen zeigen etwas anderes”, sagte etwa Jan Christe von t3n.

Ein Portal wie Everbill sehen Magazinmacher insofern als ernstzunehmenden Marktteilnehmer, als es um die Aufmerksam- keit der Leser konkurriert und ein Vorbote vieler wei- terer Content-Marketing-Angebote im Wirtschaftsbereich sein ko?nnte. Beru?hrungsa?ngste mit Content Marketing kennen die Chefredakteure nicht. Wer Redaktion konsequent in Content verwandelt, entdeckt zwangsla?ufig neue Gescha?ftsmodelle. „Wir sagen nicht Nein”, brachte es Jan Christe auf den Punkt. Die Frage, wer Inhalte absende, mu?sse aber eindeutig beantwortet sein. Good Vibrations im Salon, anhaltend.